Bildergalerie: Reventon

Der Reventon hat eine Instrumententafel im Kampfjet-Look. Quelle: Lamborghini

Extrem modern wirken die Anzeigen des Reventon. Der Murcielago, auf dem er basiert, hat normale Instrumente. Quelle: Lamborghini.

Der Reventon von außen. Er ist eine angeschärfte Version des aktuellen 12-Zylinder-Modells und war nur in dieser Farbe zu bekommen. Quelle: Lamborghini.

Trotz der digitalen Instrumente besticht der Reventon-Innenraum durch seine hochwertige Verarbeitung sowie die klassische Optik. Quelle: Lamborghini.

Funktional und hochwertig

Quelle: Lamborghini

Das Cockpit eines späten LP 400. Im Vergleich zur Außenhaut nicht spektakulär, jedoch edel.

Wer den Countach 1971 erstmals sah, erwartete auch im Innenraum eine Revolution. Und er wurde nicht enttäuscht: Ein extrem reduziertes Cockpit mit viel Leder und vor allem elektronischen Anzeigen zeigte auch hier den radikalen Bruch mit der Vergangenheit. Holzarmaturenbrett, schicke Analoginstrumente und eine Reihe klassischer Kippschalter? Keine Chance.

In Displays vor dem Auge des Fahrers versammelten sich alle Anzeigen. Etwas Ähnliches hatte man bislang nur in Kampfflugzeugen zu Gesicht bekommen. Oder in anderen Stilstudien, was dann auch ihr Schicksal besiegelte. In Serie gingen diese futuristischen Anzeigen nie, sie verschwanden während der Tests mit dem Prototypen. Eine ähnliche Idee griff Lamborghini 2007 mit dem Sondermodell Reventon auf, welches wieder über Kampfjet-Armaturen verfügte. In allen Serien des Countach steht das konventionelle Cockpit in Kontrast zu dem äußeren Erscheinungsbild. Dass es trotzdem zum Wagen passt, liegt an der Umgebung, in der sich die Anzeigen wiederfinden.

Trotzdem der Countach durch die Konstruktion einen geringeren Radstand als der Miura hat, ist das Cockpit geräumiger – jedenfalls länger. Wer die Tür hochklappt, sieht zuerst einen immer noch recht schmalen Ausschnitt, durch den man sich einfädeln muss. Ins Auge fällt der sehr breite Schweller, in dem auf jeder Seite die Benzintanks sitzen und die mit feinem Leder bezogen sind. Hockt man sich hin, ohne einzusteigen, fallen einem die Sitzschalen sowie der hohe Mitteltunnel auf. Er separiert die Kabine in zwei streng voneinander getrennte Hälften.

Quelle: Lamborghini

Der Innenraum des Anniversary-Modells mit geänderten Sitzen und mehr Komfort.

Das eigentliche Armaturenbrett hingegen ist so schlicht wie die Außenhaut glatt ist. Acht Rundinstrumente zeigen an, was für den Umgang mit dem Wagen wichtig ist – nicht mehr und nicht weniger. Die Rundinstrumente sitzen in einem einzigen Träger, der von einem schmalen Steg umrahmt ist. Das dreispeichige Momo-Lederlenkrad ist ein klassischer Vertreter aller Sportlenkräder, der Kranz ist weder zu dünn noch zu dick. Auch die Lenkstockhebel für Blinker und Scheibenwischer sind konventionell angeordnet.

Die Sitze sind ebenso wie weite Teile der Kabine grundsätzlich mit Leder bezogen. Waren die Sitze im Miura noch fest mit dem Wagenbogen verbunden, lassen sich die Countach-Sitzschalen manuell längs verschieben. Vor den Sitzen befindet sich der ausreichend lange Fußraum. Auf beiden Seiten ragen die Radkästen weit in den Fußraum hinein. Auf der Beifahrerseite ist eine Fußstütze in Form eines am Boden befestigten Querrohres vorhanden, auf der Fahrerseite befinden sich dort die hängenden Pedale, die wegen des Radkastens ein ganzes Stück zur Mitte hin versetzt sind.

Die offene Schaltkulisse ist so positioniert, dass die Hand automatisch auf den Schalthebel fällt. In den ebenfalls lederbezogenen, aber ansonsten schmucklosen Türverkleidungen ist eine längliche Öffnung, die an Kartentaschen in konventionellen Autos erinnert. Da sie natürlich mit der Tür nach vorn und oben schwenken, ist es nicht ratsam, hier etwas unterzubringen. Außerdem muss die Hand freien Zugriff in die Öffnung bekommen, denn in ihr versteckt sich der handliche Griff für den Türöffner.

Die Ausstattung ist mit heutigen Luxusfahrzeigen nicht zu vergleichen. Das einzig luxuriöse Extra ist die dringend erforderliche, manuelle Klimaanlage. Alles andere, von der Fensteröffnung bis zu der Sitzverstellung, geschieht rein manuell. Erst mit dem Anniversary kamen elektrische Sitzverstellung und Fensterheber.