Bildergalerie: Bertone

Lamborghini Miura. Quelle: Ligabo / wikipedia

Alfa Romeo Montreal. Quelle: Marvin Raajmakers / wikipedia

Bertone Jet2 (Basis: Aston Martin). Quelle: Thomas Dörfer / wikipedia

Iso Grifo. Quelle: Sottotone / wikipedia

Miura Spider. Quelle: Lamborghini

Lancia Stratos Zero. alfone45 / wikipedia

Bertone

Die Carrozzeria Bertone gibt es als Stellmacherei unter Giovanni Bertone (1884–1972) seit 1912 und ist damit eine der ältesten überlebenden Karosserieschneidereien Italiens. Allerdings begann man erst 1921 mit der Produktion kompletter Karosserien, sehr früh unter Zuhilfename von fortschrittlichen Techniken wie der (teilweisen) Fließbandfertigung. Berühmtheit erlangte das Unternehmen jedoch erst unter dem Sohn: Giuseppe „Nuccio“ Bertone (1914–1997). Er trat 1934 in das Famienunternehmen ein und gewann 1937 mit einem stromlinienförmigen Umbau des Fiat 1500 einen Turiner Stylingwettbewerb. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Styling immer wichtiger, obgleich die Firma immer noch Karosserien als Lohnauftrag fertigte.

In den 50er- und 60er-Jahren schneiderte Bertone Karosserien und lieferte Designs für alle großen und kleinen italienischen Autohersteller ab. Dazu kamen aber auch Modelle für BMW oder Aston Martin.

Nur bei einem Hersteller bekam er kaum einen Fuß in die Tür: Ferrari. Das 73er-Modell des Ferrari Dino 308 GT 4 blieb der Einzige Entwurf, der es in Serie schaffte. Dafür entwickelte sich Bertone zum Hausdesigner Lamborghinis. Riesige Publicity bekam das Designstudio für den Countach-Vorgänger Miura im Jahr 1966. Zwei Jahre später war es vorbei mit den fließenden Formen: Der Alfa Romeo Carabo leitete 1968 die keilförmige Formensprache ein und führte später zum Countach.

Unter dem Dach des „Stile Bertone“ arbeiteten auch Jungtalente, denen vergleichsweise freie Hand gewährt wurde. Trefflich verstand es Nuccio Bertone, aus Anfängern große Namen werden zu lassen, die heute allesamt Starts der Szene sind. Dazu zählten:

  • Franco Scaglione - Alfa Romeo B.A.T und Giulietta Sprint, NSU Sport Prinz
  • Giorgio (oder Giorgetto) Giugiaro - Alfa Romeo 2000 und 2600 Sprint, Maserati Ghibli, BMW 3200 CS
  • Marcello Gandini - Lamborghini Miura, Countach, Citroen BX